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04.03.2019

"Kreuzfahrt" einmal anders: Schiffsexkursionen auf dem "Donaulimes"

Regensburg/Passau - Wege, um im Urlaub zurück in die Zeit der Römer zu reisen, gibt es viele: mit dem Fahrrad auf dem Römer-Radweg durch Bayern und Oberösterreich oder mit dem Auto über die Straße der Kaiser und Könige zum Beispiel. Eine Alternative mit ganz besonderem Erlebniswert sind Schiffstouren auf dem "nassen Römerlimes". Mehr als zwei Dutzend bayerische oder österreichische Linien- und Ausflugsschiffe kreuzen heute auf dieser "fließenden Grenze", die über Jahrhunderte Germanien vom Römischen Reich trennte.

Ab Regensburg, wo einst der aus Schutzwällen und Wachtürmen bestehende germanische Limes endete, nutzten die Römer die Donau flussabwärts als natürliche Barriere gegen die Germanen. Auf diesem "Donaulimes" hatte über viele Jahrhunderte die kaiserlich römische Marine das Sagen, mit einer Flottille von bis zu 18 Stundenkilometer schnellen Galeeren.

Die "weiße Flotte", die heute auf dem "Donaulimes" zwischen Regensburg und Linz kreuzt, hat ganz andere Ziele: Auf den komfortablen Ausflugsschiffen erleben die Passagiere Westeuropas längsten Fluss vor allem in Bayern und Oberösterreich von einer faszinierend schönen Seite - eine individuell planbare Zeitreise in die Geschichte der Römer inklusive.  

Erlebniswelt: 100 römische Siedlungen am "Donaulimes"
An vielen Anlegestellen, von Regensburg bis Passau, von Schlögen bis Linz, erwarten die Schiffspassagiere Museen und Ausgrabungen. Aufwendige Rekonstruktionen römischer Bauten zeigen, wie vor zwei Jahrtausenden die römischen Besatzer fernab ihrer Heimat versuchten, römische Lebensart nach Germanien zu bringen. Originale Bauwerke und Funde laden zum Entdecken ein, anschauliche Replikationen und Animationen zum Verstehen. Mehr als einhundert römische Siedlungen wurden bisher entlang des "Donaulimes" entdeckt - viele von ihnen mittlerweile aufwendig freigelegt, saniert und mit erlebnisstarken Museen kombiniert. 

Die Römer-Tour am besten selbst planen
Das Internet macht es einfach, sich bei der persönlichen Reiseplanung aus der Fülle der angebotenen Schiffstouren ein ganz eigenes spannendes Römer-Erlebnisprogramm zusammenzustellen. Ab Regensburg, der Weltkulturerbe-Stadt mit seiner Porta Praetoria, der ältesten in Deutschland noch erhaltenen römischen Legionstoranlage, bietet sich beispielsweise der Schiffsausflug nach Kelheim an. Hier wird nach dem Besuch des dortigen Archäologieparks die Fahrt durch den bereits von den Römern durchquerten berühmten Donaudurchbruch zu einem atemberaubenden Erlebnis. Das Römische Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging mit interessanten Informationen über die medizinische Versorgung der römischen Besatzer ist von Kelheim aus ebenfalls in wenigen Minuten erreichbar. 

Köstlich: Baierwein mit römischer Geschichte
Eine echte Genusstour von Regensburg flussabwärts ist der Schiffsausflug nach Bach, wo die Römer als erste und die Oberpfälzer Weinbauern bis heute nach dem Vorbild des Römerweins den Baierwein keltern. Ein Besuch des Baierwein-Museums informiert über die römischen Anfänge und die 2.000-jährige Weinbau-Tradition in der Region. 

Bis zu 100 Kilometer konnten die Römer mit ihren Fluss-Galeeren laut historischen Quellen an einem Tag zurücklegen. Das entspricht in etwa der Entfernung zwischen Regensburg und Passau. Zu ausgewählten Einzelterminen gibt es noch heute Schiffstouren auf dieser Strecke. Die modernen Passagierdampfer brauchen dabei, inklusive Pausen und zahlreichen Durchschleusungen, mit rund zehn Stunden allerdings kaum weniger als ihre von Ruderern und Segeln angetriebenen antiken Vorbilder. 

Römische Erlebniswelt für Jung und Alt
In Passau erwartet die Besucher das Römermuseum Kastell Boiotro. Von der Drei-Flüsse-Stadt gibt es täglich (außer Montag) von April bis Oktober auch Schiff-Direktverbindungen ins einstige römische Lentia, die heutige oberösterreichische Landeshauptstadt Linz. Einfache Fahrzeit Passau-Linz sind rund fünf Stunden. Preis der Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff bei bestimmten Terminen inklusive Museumsbesuch: günstige 30 Euro.

Etwas mehr als fünf Stunden Zeit sollte man auch für den Ausflug von Passau nach Schlögen und zurück einkalkulieren. Eine Fahrt, die sich lohnt. Der Schlögener Römerpark öffnet Besuchern jeden Alters faszinierende Einblicke in den Alltag der römischen Soldaten und ihrer Familien. Kinder können sich auf dem Römerspielplatz ganz wie echte Legionäre fühlen, während die Eltern sich von römischer Badekultur inspirieren lassen oder auf Ruheliegen im römischen Stil entspannen. Per Computeranimation wird hier auch via 360-Grad-Panorama eine Fahrt auf einer der römischen Galeeren durch die historische Donaulandschaft zu einem wirklichkeitsnahen Erlebnis.

Anstrengend: Probefahrt mit einer echten Römer-Galeere 
Wem im Zuge der Erkundung des Donaulimes eine komfortable Fahrt per Ausflugsschiff zu wenig authentisch erscheint, dem sei die Navis Lusoria empfohlen: die Original-Rekonstruktion einer römischen Donau-Galeere, gebaut von Studenten der Universität Regensburg. Das voll funktionsfähige Schiff bietet Interessierten die einzigartige Möglichkeit, mit dem Ruder in der Hand den Alltag römischer Galeeren-Ruderer auf der Donau einmal hautnah selbst zu erleben. Laut Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Oberpfälzer Universität sind für Gruppen ab 20 Personen von Mai bis September Fahrten auf Anfrage möglich - Muskelkater inklusive. 

Innovativer "römischer Reiseführer" für die Hosentasche
Eine neue App - "Römerspuren" - begleitet Entdecker auf ihrer Tour durch die große Geschichte. Den innovativen "römischen Reiseführer" für die Hosentasche haben der Tourismusverband Ostbayern und Oberösterreich Tourismus gemeinsam entwickelt. Die Römerspuren-App ist kostenlos für Android und iOS in den App-Stores verfügbar. Zusätzlich informiert eine gedruckte Übersichtskarte über sehenswerte historische Stätten und lohnenswerte Routen in der "Römerregion" Ostbayern und Oberösterreich. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.ostbayern-tourismus.de/roemerspuren.

Probefahrt mit einer echten Römer-Galeere: Die Navis Lusoria, gebaut von Studenten der Universität Regensburg, bietet Interessierten die einzigartige Möglichkeit, mit dem Ruder in der Hand den Alltag römischer Galeeren-Ruderer auf der Donau einmal hautnah selbst zu erleben. Foto: Tourismusprojekt Römerspuren/Heinrich Konen (Universität Regensburg)

Ab Regensburg bietet sich beispielsweise ein Schiffsausflug nach Kelheim an. Hier wird nach dem Besuch des dortigen Archäologieparks die Fahrt durch den bereits von den Römern durchquerten berühmten Donaudurchbruch - wie hier mit einer Zille - zu einem atemberaubenden Erlebnis. Foto: Tourismusprojekt Römerspuren/Andreas Hub


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